Pompös und pur
Keine der neuen Auslandsbotschaften in Berlin hat eine so prominente Lage wie die der Schweiz. Der Anbau an die vormalige Schweizer Gesandtschaft liegt als Solitär inmitten des Regierungsviertels, zu Füßen des neuen Bundeskanzleramtes. Nach den Plänen der Basler Architekten Diener & Diener entstand eine Erweiterung mit harten Schnittkanten, die den Kontrast zum bestehenden Gebäude geradezu sucht. Die drei Sichtbeton-Fassaden des klaren, kubischen Baukörpers besitzen jeweils einen unterschiedlichen Charakter. Auffallend ist die hohe Sichtbetonqualität. Scharfkantig und ohne sichtbare Ankerlöcher oder Betonierabschnitte wirkt der Neubau fast monolithisch. Dazu wurde die gesamte Fassade in einem einzigen, 36 Stunden dauernden Betoniervorgang erstellt. Die leicht rötliche Färbung des Betons erreichte man durch die Verwendung von rotem Granitsand als Gesteinskörnung und Dyckerhoff Weiss. Die Oberfläche wurde nach dem Ausschalen fein gestrahlt.
Architekten: Diener & Diener, Basel